Unterstützung in der Trauer

Manchmal muss man erst durch das Tal der Tränen gehen, um wieder die Sonne sehen zu können.
(C .Wielers-Umme)

Warum braucht man Unterstützung in der Trauerzeit?
Ich habe mich schon viele Jahre mit dem Tod und der Zeit danach auseinandergesetzt. Viele Bücher gelesen, Menschen zugehört, selber Abschied von lieben Menschen nehmen müssen. Oft war es abzusehen. Manche hatten ein stolzes Alter, andere waren schwer krank. So hatte man sich schon innerlich ein wenig auf das Trennen und Abschiednehmen eingestellt. Vermisst habe ich diese Menschen sehr, die Trauer war aber anders.

Als dann Menschen in meiner engsten Familie plötzlich viel zu früh und unerwartet starben, spürte ich am eigenen Körper wie tief und belastend Trauer sein kann. Ich bin davon überzeugt, dass die, die vor uns gehen, es jetzt besser haben. Uns sichtbar verlassen, aber uns auf eine „andere Art“ immer begleiten. Wir hier auf Erden müssen uns jedoch von einem auf den anderen Moment mit dem Verlust und der Traurigkeit auseinandersetzen. Das Leben steht still, Lebensplanung und Träume zerplatzen.

Dann kommen diese vielen Fragen: Wie soll ich mit dem Verlust umgehen, wohin mit meiner Trauer? Mit meinen Fragen und Zweifeln? Wohin mit meiner Ohnmacht, Hilflosigkeit, Wut und Traurigkeit? Aber auch praktische Dinge: Wie organisiere ich die Trauerfeier? Was kann ich jetzt noch für den Verstorbenen/ oder die Verstorbene tun? Woher nehme ich die Kraft für die alltäglichen Dinge?

Menschen im näheren Umfeld, Freunde, auch einem Teil unserer Gesellschaft, fällt es manchmal schwer sich mit dem Tod und der Trauer auseinanderzusetzen, vor allem auch mit den Trauernden umzugehen. Trauerrituale wie früher sind häufig in Vergessenheit geraten.

„Das Leben geht weiter“ “Du musst nach vorn sehen“ „Zeit heilt alle Wunden“ u. ä. Floskeln machen es einem nicht leichter. Jedes Wort kann ermunternd, aber auch so verletzend sein. Die Grenze liegt in der Trauerzeit sehr nah beieinander. Man ist dünnhäutiger, verletzlicher und man fühlt sich häufig machtlos. Der feste Halt und die Unbekümmertheit sind verloren.

Besuche zu Beginn der Trauerphase sind tröstlich, tragen ein Stück durch die erste Schockphase. Doch wie schnell lassen sie nach und scheinbar geht das Leben der Mitmenschen seinen gewohnten Gang. Wie tröstlich sind dann die lieben Karten, Mails oder Anrufe die ab und zu kommen. Wenn auch oft gar nicht viel gesagt werden muss, aber einfach das Gefühl zu bekommen der/ die Verstorbene und die Trauernden sind nicht vergessen worden. Ein lieber Mensch hat mir vor vielen Jahren nach dem Verlust ihres Mannes gesagt: „Ja, mitleiden könnt ihr, aber mitfühlen kann wirklich nur jemand, der es selber erlebt hat.“ Und da muss ich ihr recht geben. Eine unausgesprochene Verbundenheit entsteht auf einmal zu Menschen, die selber einen nahen Angehörigen verloren haben. Jeder weiß wie der andere fühlt.

Es gibt gute und schwere Tage und sie kommen und gehen in Wellen. Plötzlich, ohne Vorwarnung. Einfach so. An schweren Tagen wollen die Gefühle gelebt werden und sich ausdrücken. Gerüche, Kleidungsstücke, Lieblingsessen, Musikstücke … alles kann diesen tiefen Schmerz plötzlich und unerwartet wieder hochholen. Schlafstörungen, mangelnder Appetit oder vermehrter Heißhunger auf Süßes (man versucht sich das Leben zu versüßen), Vergesslichkeit, Gereiztheit… alles Reaktionen, die in der Trauerzeit auftreten können und „normal“ sind.

Dieses Gefühlschaos kostet enorm viel Kraft, ermüdet und fordert den trauernden Menschen so sehr, dass Nichttrauernde nicht erahnen können, wie schwer. Alltägliche Dinge werden zur Herausforderung. Daher sind Erholungsphasen essentiell um Kraft zu schöpfen und um zur Ruhe zu kommen. Sich abgrenzen, auf sich achten, in sich hineinspüren was gut tut.

Vor einem wirklichen Neubeginn stehen immer verschiedene Phasen des Trauerns. Das Durchleben der Trauer, das Akzeptieren des Verlustes, das Leben mit diesem Verlust, und später auch das Loslassen. Loslassen heißt aber nicht Vergessen, sondern dem geliebten Verstorbenen einen Platz in einem neuen, anderem Leben geben.

Dieses braucht Zeit. Wie viel Zeit kann niemand besser spüren, als Sie selbst.
Zeit, um anzukommen- bei sich., um dann kraftvoll neu zu beginnen, Ich biete Ihnen meine Unterstützung an, diesen Weg mit Ihnen gemeinsam zu gehen, Sie zu begleiten. Auftanken, zur Ruhe kommen, angenommen sein. Damit Sie das Tal der Tränen durchschreiten und Ihren eigenen, neuen Lebensweg mit Mut und Zuversicht gehen können. Gestärkt und gewachsen- gerade durch die Erfahrung des Verlustes.

Buchempfehlungen:

„Über den Tod und das Leben danach“ von
Elisabeth Kübler-Ross, Silberschnur Verlag

„Was der Tod uns lehren kann“ von
Elisabeth Kübler-Ross, Silberschnur Verlag

„Meine Trauer wird dich finden“ von Roland Kachler,
Kreuz Verlag

„Für immer anders“ Das Hausbuch für Familien
in Zeiten der Trauer und des Abschieds von
Mechthild Schroeter-Rupieper,Patmos Verlag

„Was bleibt ist die Erinnerung“ von Daniela Lengers,
Coppenrath Verlag

„Trauernde begleiten“ von Stephanie Witt-Loers
Vandenhoeck&Ruprecht Verlag

„Trauernde Jugendliche“ von Stephanie Witt-Loers,
Vandenhoeck&Ruprecht Verlag

„Trauerheilung“ein Wegbegleiter von Claudia Cardinal,
Patmos Verlag

Dem Leben neu vertrauen: Den Sinn des Trauerns
durch die fünf Stadien des Verlustes finden“ von
Eisabeth Kübler-Ross, Kreuz Verlag

„Behütet und getröstet“ von Dietrich Bonhoeffer,
Gütersloher Verlagshaus

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry,
Herder Verl
ag

„Worte wie Sterne“ von Antoine de Saint-Exupéry,
Herder Verlag

„Trauertagebuch“ von Eva Terhorst,
info@trauerbegleiter.org

Empfehlungen für Kinder:

„Die besten Beerdigungen der Welt“ von Ulf Nilsson
und Eva Eriksson, Moritz Verlag

„Hat Opa einen Anzug an?“ von Amelie Fried und
Jacky Gleich, Carl Hanser Verlag

„Für immer in meinem Herzen“ Erinnerungsalbum für
Kinder von Stefanie Wiegel, Schwabenverlag

„Und was kommt dann?“ von Pernilla Stalfelt,
Moritz Verlag

Weitere Empfehlungen:

Schöne,ausgefallene,
sehr persönlich gestaltete Trauerkarten
sind hier erhältlich:

Jutta Ritz
Diplom Grafikerin
An der Sandkuhle 11
45659 Recklinghausen
Tel.: 02361 · 42473
Mobil: 0177 · 6868848
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